Haushalt 2026: Die Zahlen im Überblick

Haushalt 2026: Die Zahlen im Überblick

Der Haushaltsentwurf der Stadt Hückelhoven umfasst rund 820 Seiten voller Zahlen, Tabellen und Prognosen. Im ersten Teil unserer Videoreihe zeigen wir, was sich hinter diesen Zahlen verbirgt und wie ernst die finanzielle Lage der Stadt inzwischen ist.

Fast die Hälfte der städtischen Ausgaben – rund 47 Prozent – entfällt auf Transferaufwendungen. Dazu gehören unter anderem Sozialleistungen, Jugendhilfe und die Kreisumlage. Allein an den Kreis Heinsberg sollen mehr als 29 Millionen Euro fließen. Weitere 22 Prozent des Haushalts entfallen auf Personal, 15 Prozent auf Sach- und Dienstleistungen und neun Prozent auf Abschreibungen.

Dem stehen Einnahmen von rund 151,7 Millionen Euro und Ausgaben von etwa 173,2 Millionen Euro gegenüber. Daraus ergibt sich zunächst ein Defizit von rund 21,4 Millionen Euro. Durch Nachbesserungen und einen sogenannten globalen Minderaufwand wird das offizielle Minus auf etwa 17,5 Millionen Euro reduziert.

Dieses Defizit wird aus den Rücklagen finanziert. Während die Ausgleichsrücklage 2024 noch mehr als 47 Millionen Euro betrug, sollen 2026 nur noch knapp 27 Millionen Euro vorhanden sein. Nach aktueller Planung wäre dieses finanzielle Polster bereits 2027 vollständig aufgebraucht.

Danach müsste die allgemeine Rücklage – das eigentliche Eigenkapital der Stadt – angegriffen werden. Damit steigt die Gefahr einer Haushaltssicherung und des Verlusts kommunaler Gestaltungsmöglichkeiten. Noch kann Hückelhoven gegensteuern. Dafür müssen die finanzielle Entwicklung offen benannt, Ausgaben überprüft und klare Prioritäten gesetzt werden.